8. Mai: Welttag Eierstockkrebs

World Ovarian Cancer Day

Eierstockkrebs – ein Thema, über das man sich nicht gerne Gedanken macht. Und doch ist es wichtig. Denn die rechtzeitige Diagnose und eine hochqualitative, interdisziplinäre Therapie entscheiden über den Krankheitsverlauf. Da die Symptome diffus sind, vergeht oft wertvolle Zeit, bis die Erkrankung korrekt therapiert werden kann.

Der Welttag Eierstockkrebs am 8. Mai, der seit 2013 jährlich stattfindet soll dazu beitragen, Öffentlichkeit und Fachpersonen weiter für das Thema zu sensibilisieren und Frauen auffordern, rechtzeitig ärztliche Beratung zu suchen, falls sie mögliche Symptomen erkennen.

Abb.: Der Eierstock ist fixiert an der Gebärmutter, grundsätzlich aber recht mobil und hat viel „Freiraum“ um sich. Das ist einer der Gründe, warum eine Erkrankung bzw. Vergrösserung des Eierstocks oft lange unbemerkt und ohne Symptome bleibt.

Eierstockkrebs

  • In der Schweiz erkranken rund 600 Frauen / Jahr
  • Das sind rund 3% aller Krebserkrankungen bei Frauen
  • Eierstockkrebs tritt in höherem Alter gehäuft auf (>70 Jahre)
  • Auch jüngere Frauen können erkranken: 15% der Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre
  • Risikofaktoren sind vorangegangene Erkrankungen (Eierstockzysten oder Endometriose), Genetische Veranlagung (familiäre Häufung von Brust– oder Eierstockkrebs) sowie viele Menstruationszyklen (Frauen mit früher Menstruation und später Menopause, Kinderlosigkeit, keine Antibabypille)

Symptome

Eierstockkrebs hat oft sehr wenige und wenn, dann sehr diffuse Symptome:

  • Anschwellen des Bauches durch die Flüssigkeit, die durch den Befall des Bauchfells produziert wird
  • Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden
  • Andauernder, diffuser Schmerz im Unterbauch
  • Aussergewöhnliche Zyklusstörungen vor der Menopause

Früherkennung

Bisher gibt es kein Screening: Studien zeigen, dass regelmässige Ultraschalluntersuchungen und Bluttests (Tumormarker) nicht zu einer verbesserten Früherkennung und einer Steigerung der Überlebensrate führen. Erhöhte Werte für des Tumormarkers ca-125 sind ein Indiz, können aber auch ganz andere Ursachen haben (Werte generell bei Bauchfellentzündungen erhöht).

Therapie und Verlauf

Die initiale Therapie und die Erfahrung des Teams der Fachexperten ist entscheidend. In den letzten 10 Jahren konnte die Überlebenschance der Betroffenen deutlich verbessert werden.

  • Operative Entfernung des Tumors: komplexer Eingriff mit grossem Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf.
  • Chemotherapie ggf. ergänzende Antihormtherapien, PARPP Inhibitoren, Antikörpertherapien und / oder Komplementärtherapie.